und Tschüsssss

Wer mag, kann sich hier vorstellen

und Tschüsssss

Beitragvon Birgit » Fr 5. Mai 2017, 07:11

Da es keine Rubrik dafür gibt, stelle ich es hier ein - Empfang - ich hoffe, ihr kommt damit klar.
Ich hatte mich in diesem Forum angemeldet, um zu sehen, ob ich hier mit anderen Malern, Künstlern, Menschen unterwegs sein kann. Ein Forum sollte meiner Meinung nach eine Möglichkeit zum Austausch und Unterwegssein sein. Leider kann ich hier mit niemandem unterwegs sein. Ihr steht, wo ihr steht, und nur so ist es richtig. Alles andere wird abgelehnt und leider auch abgewertet. In den letzten Wochen kam ich mir bei jedem Besuch des Forums vor, wie in einer Gruft. Ich brauche Lebendigkeit, Offenheit und Austausch.
Ich wünsche Euch alles Gute und verabschiede mich hiermit. Ich brauche noch ein paar Minuten, um Bilder zu löschen. Das war´s dann.
LG
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Re: und Tschüsssss

Beitragvon Susanne » Fr 5. Mai 2017, 08:32

Hallo Birgit,

ja, eine Rubrik 'Tschüss' haben wir nicht; das wollen wir ja nicht, das Leute gefrustet das Forum verlassen.

Ich kann dich sehr gut verstehen, von grosser Lebendigkeit zeugt hier nichts. Und auch leben und leben lassen braucht Flexibilität.

Deine Aquarelle sind ein gutes Beispiel dafür; es ist eine ganz andere Art der Aquarell-Malerei; ich fand es spassig und dekorativ. Deine Technik ist für alle Anlässe und Jahreszeiten anwendbar.

Ich möchte dich bitten, weiterhin im Forum zu bleiben. Bestimmt finden wir noch einen gemeinsamen Nenner.

Übrigens, bei meinem Birnen-Bild gibt es in den nächsten Tagen noch Glanz auf die Blätter; danke für den Tipp!
Liebe Grüsse

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Re: und Tschüsssss

Beitragvon Birgit » Fr 5. Mai 2017, 08:57

Wozu soll ich bleiben? Was hätte das für einen Sinn? Ich habe wirklich versucht, Zugang zu finden, aber freundliche Worte, wenn jemand neu dazu kommt, reichen nicht aus. Ich fühle mich natürlich gefrustet, weil es keinen Platz für mich gibt. Und als Spassssss - Nummer will ich nicht in einem Forum sein. Ich finde keinen Zugang zu Ernst´s Bildern - es sind so viele ablenkende Details vorhanden, dass ich das eigentliche nicht erkennen kann. Ich habe immer das Bedürfnis, alle Verkehrsschilder, Straßen, Begrenzungspfosten abzusägen, um erkennen zu können, warum er diesen Landschaftsausschnitt gewählt hat. Es muss ja irgend etwas da sein, was ihn interessiert hat. Wenn er dann irgendwann mal etwas zu einem Bild schreibt - und auch nur dann, kann ich vielleicht erkennen, was es war, was so spannend für ihn war. Als Betrachter ist man darauf angewiesen, dass der Maler die Augen des Betrachters durch das Bild führt. Und das ist nur ein Beispiel. Ich habe das Gefühl, dass niemand wirklich Interesse am Anderen oder an seinen Bildern hat. Alles wirkt auf mich abgeschlossen und zugemauert. So kann ich keinen Zugang finden. Und ohne Zugang ist ein Austausch unmöglich.
Meine Güte, ich habe doch auch andere Bilder gemalt, aber plötzlich ist euch alles zu viel, nur weil es nicht der Norm entspricht. Ich bin kein genormter Mensch! Und ich mache ungenormte Sachen. Ich bin sehr freiheitsliebend. Aber was hilft dass, wenn sich alle anderen eingegraben haben und nichts gelten lassen können, was sie nicht kennen. Jemand, der neu dazu kommt, ist darauf angewiesen, in verschiedene Bereiche mitgenommen zu werden. Es muss schon ein Plätzchen frei sein, damit man sich wohlfühlt und dabei bleiben will. Ich male, modelliere, bearbeite Fundstücke aus der Natur, ich arbeite in allen Techniken - aber ich werde als Störung der Ordnung empfunden und nicht als Bereicherung. Und niemand merkt, wie ausgrenzend und abwertend das ist? Ein Forum lebt von den Menschen, genau wie ein Bild vom Maler lebt. Wenn da nichts ist, findet auch nichts statt. Es lässt sich niemand auf irgendetwas ein. Das Kunst laminiert wird, ist nicht neu! Google doch mal "Taschenkunst" - habe ich auch lange gemacht. Das sind kleine Kunstwerke im Visitenkartenformat, die getauscht und gehandelt werden. Die werden auch laminiert - und das seit Jahren. Und genau das ist es - es gibt so Vieles da draußen, aber alle hocken in ihren Löchern und bekommen nichts mit. Und wenn dann jemand kommt, der mit bekommen will, der entdecken und ausprobieren will, der leben will und es auch tut, der wirft dann Probleme auf, wird als Störfall und als unangenehm empfunden. Als falsch. Eine Herausforderung ist es in jedem Fall. Man kann sie annehmen oder ablehnen. Und hier wird abgelehnt.
LG
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Re: und Tschüsssss

Beitragvon Susanne » Fr 5. Mai 2017, 09:18

Hallo Birgit,

danke, dass du deinen Frust hier beschrieben hast; ja, Flexibilität ist hier an einem kleinen Ort. Ich habe mich über deine Kreationen gefreut.
Für meine Ausstellung in Bern und für das öffentliche Malen unter den Lauben vor den Touristen habe ich viele ATC's gemalt; einfach kleine Leinwände (2 1/2" x 3 1/2"), welche ich Interessierten abgegeben habe. Es waren für mich Visitenkarten mit der Adresse hinten drauf.

Im Moment studiere ich an einem neuen Projekt herum; Sitzbänke für die Altstadt. Ich male die Bank jetzt einmal auf eine Leinwand - aber wenn ich mit meinem Muster ausgelesen werde, muss alles auf Schalungsbretter gemalt werden und stabil das Holz zusammen geschraubt werden. - Ist auch wieder eine andere Art der Malerei. Und dann wird man öffentlich kritisiert, geliebt oder abgelehnt.

Deine Beiträge waren mir immer sehr wichtig; sie waren ehrliche Wegweiser!
Liebe Grüsse

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Re: und Tschüsssss

Beitragvon ErnstG » Sa 6. Mai 2017, 05:17

Na, da schlägt etwas Wellen. Wollte es so nicht und dachte auch nicht,
dass es so etwas gibt.

Ich habe nur meine persönliche (!) Meinung kundgetan, genauso wie
es Birgit tut - nicht mehr und nicht weniger. Was jeder macht und tut
ist mir solange egal, wie es nicht einen gewissen Rahmen sprengt.
In all den Jahren in verschiedenen Foren war unter der Rubrik "Aquarell"
auch Aquarell zu finden, so wie ich mir das vorgestellt habe und weiter
vorstelle - diese Technik ist und bleibt mir heilig. Davon weiche ich nicht
ab, wüsste auch nicht warum. Sie hält nach 25 Jahren immer noch jeden
Tag eine neue Überraschung bereit. Vielleicht ist sie nicht mein Metier,
dass ich immer noch daran arbeiten muss? Dieses Stadium haben anschei-
nend andere schon längst hinter sich gelassen und schweben in ihrer
unendlichen Kreativität mühelos von einem (Mal-)Medium zum anderen.
Da entschlüpft mir ein aufrichtiges "bewunderungswürdig"!

Wenn das aber nicht mehr gewährleistet ist und verwässert wird, so ist
das ebenfalls nicht mehr meine "Heimat" und ich verzichte auf weitere
Einstellungen von Bildern. Nein auf eine kunterbunte Spielwiese habe
ich keine Lust, die überlasse ich gerne anderen sich zu vergnügen.

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Re: und Tschüsssss

Beitragvon Susanne » Sa 6. Mai 2017, 11:15

Hallo Ernst,

deine Aquarelle sind wirklich 'bodenständig' und stellen deine Heimat dar. Dafür hast du diese Technik exzellent 25 Jahre gefrönt. In dieser Sparte würde ich dich als Profi sehen.

Birgit hat von der Kunst eine andere Vorstellung; sie springt von einer Technik zur anderen. Sie macht ihre Kunst auch für Anfänger zugänglich. - Wie sich die Aquarell-Farben am Licht verändern weiss ich noch nicht. Auf jeden Fall sollte man sie weg von der Sonne aufstellen - und im Museum in Deutschland wurden die Fenster verdunkelt und es gab nur 60 Lumen künstliches Licht. Auch so durften die Bilder nur 3 Monate ans Licht, damit sie sich nicht verändern.

Deine Kunstwerke wirst du mit viel Bedacht hüten und pflegen; ich denke, Birgit's Werke reichen für eine Saison. Ist Ostern vorbei ist auch diese Dekoration vorbei.

Diese beiden Kunstverständnisse weichen meilenweit auseinander.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du weiterhin deine Kunstwerke einstellst. Ich mag deine Bilder. Ich verstehe auch die Geschichten dahinter, weil ich auch in einem Alpenland wohne.
Liebe Grüsse

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